Oberfräse

Oberfräsen sind im Gegensatz zu manch anderen Elektrowerkzeugen Geräte, die nur für einen Einsatzzweck konstruiert sind. Sie haben in der Regel Antriebsmotore zwischen ca. 1.000 und 2.000 Watt, als Werkzeugaufnahme werden Spannzangen verwendet.

Die Oberfräse besteht aus folgenden Elementen:

  • Antriebsmotor
  • Grundplatte
  • Säulenführung
  • Werkzeugaufnahme
  • Spindelblockierung
  • Tiefeneinstellung
  • Tiefenanschlag

Durch den Elektromotor wird der Fräser in Rotation versetzt, die Grundplatte des Oberfräsers dient der Führung auf dem zu bearbeitendem Werkstück und zur Aufnahme des Systemzubehörs.

Das Maschinengehäuse ist mittels auf der Grundplatte befestigten Säulen verschiebbar angebordnet und kann in der Höhe zur Grundpaltte verstellt und festgestellt werden; es wird also der sog. "Fräshub" eingestellt.

Die Werkzeughalter, die Spannzangen haben den Zweck, den Fräser exakt zentrisch in der Motorwelle der Oberfräse zu befesteigen.

Die Tiefeneinstellung, der meist in mehrenen Einstellstufen vorgeshen ist, verhilft zur genauen Positionierung des Maschinengehäuses über der Grundplatte, wodurch die Frästiefe eingestellt werden kann, gleichzeitig wird dadurch der Fräshub nach unten begrenzt.

Die Drehzahleinstellung hat den Zweck, die Geschwindigkeit entsprechend dem Arbeitsdurchmessers und dem Werkstoff anzupassen.

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Säbelsäge

Säbelsägen sind Hubsägen, bei denen Motor und Sägeblatt in einer Richtung angeordnet sind. Der Name stammt ursprünglich aus den USA, wo dieser Sägentyp entwickelt wurde und weit verbreitet ist.

Säbelsägen werden an einem Spatengriff am Maschinenende gehalten und am Maschinenhals oder einem Zusatzhandgriff geführt. Qualitativ hochwertige Säbelsägen haben einen inneren Massenausgleich zur aktiven Vibrationsdämpfung und ein werkzeugloses Spannsystem für das Sägeblatt. Die Maschinenleistungen betragen zwischen 600...1200 Watt, die Schnitttiefe richtet sich nach der Länge des verwendeten Sägeblattes. Zur Verbessung des Sägefortschrittes kann eine Pendelbewegung des Sägeblattes zugeschaltet werden. Bei Hohlprofilen sind Schnitttiefen bis 250 mm möglich.

Entsprechend dem verwendeten Sägeblatt alle sägbaren Werkstoffe

Die typische Verwendung der Säbelsäge ist im Installations- und Sanitärbereich, im Fahrzeugbau, im Metallbau und im Palettenrecycling.

 

Stichsäge -  Handkreissäge - Kapp & Gehrungssäge

Die Stichsäge ist neben der Kreissäge die meistbenützte Säge in der Holzbearbeitung. Sie verbindet in idealer Weise Handlichkeit und universelle Einsatzmöglichkeiten miteinander. Motor und Sägeblatt sind in rechtem Winkel zueinander angeordnet, das Motorgehäuse (in Staboder Bügelform) bildet den Handgriff. Die wichtigste Eigenschaft der Stichsäge ist ihre Handlichkeit und die universellen Einsatzmöglichkeiten. Die Maschinenleistungen betragen zwischen 300 und 750 Watt, zur Erhöhung des Sägefortschrittes kann eine mehrstufige Pendelbewegung des Sägeblattes zugeschaltet werden. Üblicherweise beträgt der Hub ca. 25 mm. Die Schnitttiefen betragen bis über 100 mm, wobei aber bei Schnitttiefen oberhalb der doppelten Hubhöhe aus physikalischen Gründen der Sägespänetransport prinzipbedingt aus dem Sägespalt so behindert wird, dass der Arbeitsfortschritt deutlich zurückgeht. Durch eine schwenkbare Fußplatte sind Gehrungsschnitte möglich.

Die Stichsäge eignet sich insbesondere für komplexe Arbeiten mit Kurvenschnitten in allen Materialien. Sie verfügt unter allen Sägen über die größte Auswahl an universellen und speziellen Sägeblättern.

Die handgeführte Kreissäge ist das wichtigste Elektrowerkzeug zur Holzbearbeitung. Die Namensgebung erfolgte durch das kreisförmige Sägeblatt, an dessen Umfang die Sägezähne angeordnet sind. Handkreissägen sind auf einer Grundplatte so montiert, dass die Motor-Getriebe- Sägeblatt-Einheit in der Höhe und auch im Winkel zur Grundplatte verstellt werden können. Hierdurch ist eine Einstellung der Schnitttiefe und des Gehrungswinkel (meist bis 45°) möglich. Die durch das Arbeitsprinzip der Rotation erreichbaren  hohen Schnittgeschwindigkeiten erlauben wesentlich bessere Schnittqualitäten und Arbeitsfortschritte, als dies bei handgeführten Hubsägen möglich ist. Prinzipbedingt sind bei allen Rotationssägen nur gerade Schnitte möglich. Die Vorschubrichtung ist stets im Gegenlauf, d. h. gegen die Rotationsrichtung des Sägeblattes. Der größte Teil der handgeführten Kreissägen hat üblicherweise Schnitttiefen von 40 - 85 mm. Die Leistungsaufnahme beträgt zwischen 350 und 1600 Watt. Handkreissägen mit einstellbarer Drehzahl und elektronischer Konstantregelung können optimal auf das zu bearbeitende Material eingestellt werden und halten die eingestellte Drehzahl auch unter wechselnder Belastung weitgehend bei. Hierdurch ergibt sich eine bessere Schnittqualität bei höherem Arbeitsfortschritt. Um die Rückschlagsgefahr durch Klemmen des Sägeblattes im Werkstoff zu verhindern, ist in Sägerichtung hinter dem Sägeblatt ein sogenannter Spaltkeil angebracht. Die Berührung des Sägeblattes vor und nach dem Sägen wird durch eine beim Ansetzen selbsttätig ausschwenkende Pendelschutzhaube verhindert.

Kappsägen sind stationär eingesetzte Kreissägen, welche über einen Schwenkmechanismus auf einem Kapptisch nach unten geschwenkt werden können und dabei das auf dem Kapptisch befindliche Werkstück (Leisten, Kanthölzer, Balken) ablängen (kappen). Die Werkstücke werden dabei an einen Anschlag gedrückt oder an diesem fixiert. Neben rechtwinkligen Schnitten sind Winkelschnitte, meist bis 45°, möglich.

Zur Erhöhung der Arbeitssicherheit verwendet man für Kappsägen Sägeblätter mit neutraler oder leicht negativer Zahnstellung. Dies unterstützt das Anpressen des Werkstückes an den Geräteanschlag und verhindert ein unkontrolliertes "Einziehen" des Werkstückes durch das Sägeblatt.

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