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- Holzspalter und Kaminholzsägen
Holzspalter - Kaminholzspalter - Brennholzspalter - Kaminholzsägen - Brennholzsägen
Allgemeines
Heizen mit Holz nicht nur "modern" und "gemütlich", sondern auch im Hinblick auf ständig steigende Energiepreise auch eine sinnvolle Alternative.
Nun gibt es natürlich überall fertig gespaltenes Kaminholz zu kaufen, aber das ist natürlich recht teuer und nur in kleinen Mengen sinnvoll. Deshalb greifen immer mehr zum "do it yourself".
Bislang nahm man Säge, Axt und Beil, um seinen Kaminholzvorrat zu "machen". Diese schweißtreibende und auch gefährliche Arbeit ersparte sogar das Fitness-Studio. Aber auch hier gibt es eine sinnvolle Alternative, eine Maschine, den sog. Holzspalter oder Kaminholzspalter und Brennholzspalter. Die Kaminholzsäge sägt zunächst auf Länge, zum Spalten kommt dann der Kaminholz oder Brennholzspalter zum Einsatz.
Obwohl die Verbreitung des Holzspalters, Kaminholzspalters oder Brennholzspalters in den vergangenen Jahren besonders im süddeutschen Raum zu verzeichnen war, hat sich jetzt auch im Norden der Einsatz von Holzspaltern, Kaminholzspaltern und Brennholzspaltern durchgesetzt.
Technik
Holzspalter und Kaminholzspalter oder Brennholzspalter arbeiten mit Hydraulikzylindern, die sich vertikal oder horizontal bewegen. Sie erzeugen die Spaltkraft, ein grobes Maß, mit dem sich unterscheiden lässt, welche Stammgrößen ein Kaminholzspalter schafft. In letzter Zeit haben sich die horizontalen Holzspalter und Kaminholzspalter mehr und mehr durchgesetzt.
Der wichtigste Antrieb bei Holzspaltern, Kaminholzspaltern und Brennholzspaltern sind mit Abstand Elektromotoren mit Wechselstrom 230 Volt. Stärker sind natürlich Drehstrom-Motoren 400 Volt, auf die man gerne zurückgreift, wenn ein entsprechender Anschluß vorhanden ist, auch gelten in der Regel Drehstrom-Motoren als die robusteren Motoren.
Holzarten
Zum Verbrennen eignet sich nicht jedes Holz. Weichhölzer wie Pappel & Weide haben einen geringen Wärmewert. Bei harzigen Hölzern wie Kiefer oder Fichte müssen die Feuerstellen verschlossen sein, weil das heiße Harz regelrecht explodiert und heiße Glut oder Asche heraus schleudern kann. Am besten und ruhigsten brennen die Harthölzer wie Buche oder Eiche, aber auch die Birke hat in nördlichen Regionen viele Liebhaber. Besonders schön - und das in unterschiedlichen Farben - brennt das Holz von Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume oder Pfirsich. Aber daran zu kommen, ist schwer, und der Preis dafür liegt auch deutlich höher. Und es muss sich natürlich um eine offene oder nur durch eine Glasscheibe geschützte Brennstelle handeln, damit man das schöne Flammenbild auch sehen kann.
An Brennholz zu kommen, ist nicht schwer: Wer größere Mengen braucht, wendet sich an Spezialbetriebe, die bereits gespaltenes Holz in verschiedenen Längen und Qualitäten in jeder Menge anliefern. Auskünfte darüber gibt das nächste Forstamt oder ein Blick ins Branchenbuch. Wer selbst im Wald sammeln möchte, besorgt sich einen Holz-Leseschein beim Waldbesitzer. Er berechtigt zum Sammeln und wird auf bestimmte Zeit ausgestellt.
Ökologie
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Das wird am besten an der Deutschen Holzbilanz deutlich: Bei uns wird der Holzvorrat auf etwa 2,8 Mrd. Kubikmeter geschätzt. Jedes Jahr wachsen rund 6o Mio. Kubikmeter nach, von denen nur 4o bis 45 Mio. Kubikmeter genutzt werden. Das hat zur Folge, dass erheblich mehr Holz genutzt werden könnte. Und das sogar unter strenger Auslegung des Nachhaltigkeitsprinzips, das in Deutschland in der Forstwirtschaft gilt. Das Nachhaltigkeitsprinzip ist dabei nichts anderes als die Vereinbarung, dass nicht mehr Holz eingeschlagen werden darf, als gleichzeitig nachwächst. Insgesamt liegt der Holzverbrauch in Deutschland übrigens bei etwa 90 Mio. Kubikmeter pro Jahr.
Zur Bedeutung des Waldes aus ökologischer Sicht fanden wir in der Zeitschrift 'Der deutsche Wald' diese Feststellung: 'Holz nimmt gegenüber allen anderen Rohstoffen eine besondere Stellung ein. Holz ist nicht nur ein nachhaltig nachwachsender Rohstoff und Energieträger sondern, bedingt durch die einzigartigen Produktionsbedingungen im Wald, selbst ein Teil des Ökosystems Wald.' Weiter heißt es: 'Mit der nachhaltigen Holzproduktion sind eine Reihe positiver Umweltwirkungen verbunden. Dazu gehören die Umwandlung von Sonnenenergie in chemisch gebundene Energie, die Aufnahme von Kohlendioxid und die Speicherung von Kohlenstoff im Holz ebenso wie die Verminderung von Schadstoffen in der Luft.'
Kleines 1x1 und ABC
Beim Brennholz werden verschiedene Spezialbegriffe verwendet, die wir hier kurz erläutern wollen: Ein Festmeter (fm) ist die Maßeinheit für 1 Kubikmeter feste Holzmasse. Ein Raummeter (rm) oder ein Ster ist das Maß für geschichtete Holzteile, wie zum Beispiel Scheite oder Briketts. Zusammen mit den Luftzwischenräumen ist das dann wieder 1 Qubikmeter. Grob gerechnet sind 1 rm ungefähr o,7 Festmeter. Ein Schüttgutmeter (srm) ist das Maß für ein geschüttetes Brennstoffgut, zum Beispiel Pellets oder Hackschnitzel. 1 srm ergibt ungefähr o,6 Raummeter.
Findige Leute haben außerdem ausgerechnet, was ein normaler Haushalt zur Wärmeversorgung und Wasseraufbereitung benötigt. Man ging von einem Eigenheim mit 15o qm Wohnfläche und einer Heizlast von 12 kW aus. Danach benötigt dieser Haushalt bis zu 13 rm Stückholz, bis zu 7 srm Pellets, bis zu 3o srm Hackschnitzel oder entweder 3.ooo l Heizöl oder 3.ooo Kubikmeter Erdgas.
Das Brenngut-Sortiment zum Heizen mit Holz hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Hier kurz die wichtigsten Formen, in denen das Brennholz angeboten wird:
- Scheite sind die klassische Form, die nach dem auf Länge schneiden mit der Säge oder dem Teilen mit einer Axt zustande kommt. Das Spalten sorgt für eine bessere Trocknung des Holzes.
- Hackschnitzel sind maschinell zerkleinertes Holz in der Größe von 3 bis 5 cm Durchmesser. Sie werden zum Beispiel mit großen, auf LKW-Fahrgestellen montierten Häckslern hergestellt, die auch große Bäume in wenigen Minuten kleinhäckseln. Der Heizwert der Schnitzel hängt entscheidend von ihrem Wassergehalt ab.
- Sägerestholz fällt in Holz verarbeitenden Betrieben an. Es kann aus groben Stücken bestehen, aber auch aus Sägemehl und -staub. Dieses Ausgangsmaterial kann dann zu Pellets, Briketts oder Hackschnitzeln verarbeitet werden.
- Pellets sind Zigaretten ähnliche Pressstränge aus Säge- oder Hobelspänen. Als Bindemittel dient das natürliche Harz. Ihr Heizwert ist halb so groß wie der von Heizöl.
- Holz-Briketts werden aus dem gleichen Materialien hergestellt wie Pellets, sind aber so groß wie Briketts.
Vergleich der Energieträger
Interessant ist auch ein Vergleich der Energiegehalte und Wirkungsgrade verschiedener Energieträger. Um 10 kWh zu erzeugen werden etwa 2,2 kg trockenes Holz, 1 Liter Öl, 1 Kubikmeter Erdgas, 1,3 kg Steinkohle oder 1,9 kg Braunkohle benötigt. Mit diesen 1o kWh kann dann eine 100 W-Glühbirne 10 Stunden lang betrieben werden, ein Heizlüfter mit 2.000 W eine halbe Stunde in Gang gehalten werden oder zwei bis drei Minuten lang heiß geduscht werden.
Entscheidend für die Energieausbeute von Holz ist der Feuchtegrad, aber auch die Qualität. Ist das Holz lufttrocken und über mehrere Jahre gelagert, dann lassen sich pro Kilogramm ungefähr 4,3 kWh herausholen. Nur noch 3,4 kWh lassen sich erzielen, wenn es Wald trocken und einen Sommer gelagert wurde, und es liefert nur noch ganze 2,8 bis 1,6 kWh, wenn es erntefrisch verbrannt wird. Pellets bringen es sogar auf einen Heizwert von 5 kWh.
Außerdem hat Holz einen geringeren Schwefelgehalt und setzt daher bei seiner Verbrennung weniger Schwefeldioxid frei als Heizöl & Kohle und es entstehen weniger Stickoxide.
Wichtig jedoch:
- Nur mit trockenem, naturbelassenem Holz, das mindestens zwei Jahre gespalten gelagert wurde, heizen.
- Brennholz nur kleinstückig nachlegen, damit die Flammen nicht ersticken.
- Vor jedem Anheizen die Asche aus dem Feuerraum und dem Aschenkasten entfernen. Nur frei liegende Roste gewährleisten eine ausreichende Luftverteilung und damit einen sauberen Abbrand.
- Holz brennt in verschiedenen Phasen ab. In der Entgasungsphase (lange, leuchtende Flamme) muss ausreichend Luft von unten kommen, damit kein Schwelbrand entsteht, bzw. Ruß- & Pechbildung vermieden werden. Die Luftzuführung kann erst dann gedrosselt werden, wenn die Vergasungsphase beginnt. Sie ist daran erkennbar, wenn die Verbrennung der Glut beginnt und sich kurze, durchscheinende Flammen gebildet haben. Diese Flammen neigen nicht zur Rußbildung.
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